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Stolperstein für Louis Lübeck - Gedenkrundgang

Stolperstein Louis Lübeck

Folgender Text wurde am Heußweg/Ecke Tornquiststraße mit einem Kranz aufgehängt und an dem Haus befestigt, vor dem der Stolperstein in Gedenken an Louis Lübeck liegt:

"Im Anschluss an einen Gedenkgottesdienst für Opfer des Naziregims in der Apostelkirche am 12.11.2017 machten wir wie alljährlich einen Rundgang zu Stolpersteinen in Eimsbüttel. Dabei erinnerten wir hier an Louis Lübeck, der als jüdischer Kaufmann seiner Heimatstadt Hamburg verbunden war und durch zahlreiche Handelsvertretungen mit dem Ausland in Verbindung stand.

Nach 1938 wurde er, nachdem er sein Geschäft seiner nichtjüdischen Frau übertragen hatte, mehrfach im KZ Fuhlsbüttel inhaftiert, 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Es soll auch an seine Tochter erinnert werden, die, durch den gewaltsamen Tod ihres geliebten Vaters traumatisiert, nach Kriegsende ihrem Leben selbst ein Ende machte.

Uns Heutigen soll das Schicksal dieser beiden Menschen als Mahnung dienen, wachsam zu sein, wo Menschen wegen ihrer rassischen, religiösen oder politischen Zugehörigkeit ausgegrenzt, diskriminiert und verfolgt werden.

Die Gottesdienstwerkstatt St. Stephanus

der Ev.-luth. Kirchengemeinde Eimsbüttel"