Impuls für den 22. September 2020

 

Impuls für den 22. September 2020

Wo sind die Sterne?

Was sehe ich, wenn ich meinen Blick in einer wolkenfreien Nacht in den Himmel richte?

In einer Großstadt sehe ich den Nachthimmel, der durch die vielen Lichter hell erleuchtet ist. An einigen Stellen schaffen es die hellsten Sterne durchzubrechen. Es sind nur eine Handvoll leuchtende Punkte, die es gegen die Leuchtkraft der Menschen schaffen, sichtbar zu werden.

Ganze Sternbilder, die Milchstraße oder gar Nebel verschließen sich meinem Blick.

Doch ich weiß, dass die Himmelskörper unverändert in ihrer Pracht leuchten. Ich kann sie nur nicht erkennen, weil mich die Fahrzeuge, die Laternen, die Ampeln und die Leuchtreklamen auf den Straßen und die Lichter aus den Häusern blenden. Wie sehr ich mich auch konzentriere, die ganze Schönheit unseres Nachthimmels bleibt mir versagt.

Um diese Schönheit sehen zu können, muss ich aussteigen. Ich muss raus aus der Stadt, weg von der Elektrizität, weg von den hellen Bildschirmen der Smartphones und Computer. Erst wenn sich in der Abgeschiedenheit meine Augen langsam an die Dunkelheit gewöhnen, kann ich sehen und bewundern, was schon immer da war.

 

Gemeindepraktikant stud. theol. Simon Danger