Geistliche Angebote

 

Impuls für den 24.September 2020

Man kann im Rampenlicht stehen, im Leben, hart erarbeitet oder auch unverdient...

Aber manchmal stehe ich ganz plötzlich, unvermittelt im Licht, einfach, weil der Himmel über mir aufreißt. Mal realiter, wie auf dem Bild. Mal im übertragenen Sinne.

Jesus sagt: Ihr seid Kinder des Lichts.

Pastorin Frauke Niejahr

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Impuls für den 22. September 2020

Wo sind die Sterne?

Was sehe ich, wenn ich meinen Blick in einer wolkenfreien Nacht in den Himmel richte?

In einer Großstadt sehe ich den Nachthimmel, der durch die vielen Lichter hell erleuchtet ist. An einigen Stellen schaffen es die hellsten Sterne durchzubrechen. Es sind nur eine Handvoll leuchtende Punkte, die es gegen die Leuchtkraft der Menschen schaffen, sichtbar zu werden.

Ganze Sternbilder, die Milchstraße oder gar Nebel verschließen sich meinem Blick.

Doch ich weiß, dass die Himmelskörper unverändert in ihrer Pracht leuchten. Ich kann sie nur nicht erkennen, weil mich die Fahrzeuge, die Laternen, die Ampeln und die Leuchtreklamen auf den Straßen und die Lichter aus den Häusern blenden. Wie sehr ich mich auch konzentriere, die ganze Schönheit unseres Nachthimmels bleibt mir versagt.

Um diese Schönheit sehen zu können, muss ich aussteigen. Ich muss raus aus der Stadt, weg von der Elektrizität, weg von den hellen Bildschirmen der Smartphones und Computer. Erst wenn sich in der Abgeschiedenheit meine Augen langsam an die Dunkelheit gewöhnen, kann ich sehen und bewundern, was schon immer da war.

 

Gemeindepraktikant stud. theol. Simon Danger

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Impuls für den 21. September 2020

Meerliebe

 

So schleckt sich die Katze nicht nur ihre Tatze, sondern auch den Mund. Meeresbrise liegt in der Luft und lässt ihr die Haare zu Berge steigen. Wo ist die gemütliche Ofenbank, auf die sie sich legen kann, wo sie Wärme und Behaglichkeit findet? 

Es ist gerade keine Zeit, um gemütlich auf der faulen Haut zu liegen. Die Haare zum Irokesen geformt, ist es Zeit für Rebellion und Unangepasstheit, Zeit dafür, das Richtige zu tun. Eine Stimme tut sich hervor und ruft an gegen den Wahnsinn des Tages: #wirhabenplatz

 

Pastorin Maria Gutjahr

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Impuls für den 19. September 2020

Unberechtigt... und wo ist Platz für mich?

An manchem Abend dreh ich meine Runden um den Häuserblock bis ich endlich die Lücke finde, in die mein Auto gut hinein passt... und endlich kann ich zu Hause ankommen.

 

Kennen Sie diese Frage: ... und wo ist Platz für mich?

Psalmbetende flüstern uns aus Jahrtausende spiritueller Erfahrung zu:

Gott, „Du“ – „Du stellst meine Füße auf weiten Raum!“

Ich finde das eine gute Zusage. Bei Gott ist viel Platz genug. Das ist auch die Verheißung leichtfüßig anzukommen, zu Hause.

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Impuls für den 18.September 2020

"Der Impuls von gestern mit dem Hinweis auf die StreetARTistin Marambolage hat mich neugierig gemacht. Auf aufs Fahrrad und los in die Schanze. Und siehe: Das Kunstwerk ist noch da! An einigen Stellen schon ein wenig abgeblättert, aber noch mit voller Aussagekraft. So viele wichtige Dinge im Leben kann man nicht mit allem Geld der Welt kaufen: Fantasie, Humor, Kraft, Trost... und ja, Liebe. In einer Ecke des Bildes werden Kekse der ganz besonderen Art angeboten: Toleranz, Umweltbewusstsein, Gute Laune. Das klingt wie das Rezept für ein glückliches, gelungenes Leben! Davon kann mensch nicht genug haben. Und dick machen solche Kekse bestimmt nicht."

Rossella Casonato, Pastorin

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Impuls für den 17. September 2020

Gott schickt Dir jeden Tag ein kleines Geschenk. Du musst es nur sehen. Auch zwischen Schmutz und (vermeintlicher) Schmiererei.

So wie dieser Aufkleber. Ich hab das kleine „Monsta“ an einer Ampel entdeckt, fotografiert und lange über seine Aussage nachgedacht. Immer wieder mal. Heute hab ich noch mal genauer hingesehen. Und den kleinen Absender entdeckt, gegoogelt, eine Facebook-Seite gefunden und eine fabulöse StreetARTerin entdeckt, die offenbar ganz hier in der Nähe lebt und wirkt. Ihre Motive und fröhlichen Farben bereiten mir Freude. Zum Beispiel dieser tolle „Pop-up-Shop“: https://www.facebook.com/304381426423936/posts/1350371081824960?sfns=mo

Und schwupp! Schon ist Facebook nicht mehr nur ein Ort für grässliche Menschenverachter, sondern auch ein Multiplikator für tolle kleine Projekte!

 

In Zukunft schau ich NOCH genauer hin.

 

- Constance Böhle, das „Kamerakind“ der Videoandachten -

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Impuls für den 16. September 2020

"Habe ich dir heute schon gesagt, dass du wunderschön bist? Dass es eine solche Freude macht, mit dir gemeinsam durch das Leben zu fliegen? Dass ich der Schöpferkraft Gottes unendlich dankbar bin, dass es dich gibt? Dass ich jedem Lebenwesen wünsche, eine so wunderbare Kreatur an der Seite zu haben?!"

"Seit wann bist du denn so romantisch? Halt den Sabbel und genieß den Augenblick!"

Rossella Casonato, Pastorin

Foto: Erika Raddatz

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Impuls für den 15. September 2020

Angesichts der bedrückenden Situation für die Geflüchteten auf der griechischen Insel Lesbos sind die Reaktionen der europäischen Regierungen und der europäischen Kommission in Brüssel beschämend und ernüchternd. Wo sofortige Hilfe für die Menschen in Not nötig wäre, wird alles auf die lange Bank geschoben und dominieren strategische Überlegungen. Es ist erschreckend, wieviel Zynismus angesichts der humanitären Notsituation von offiziellen staatlichen Stellen zu hören ist. Die biblischen Propheten waren in solchen Situationen sehr klar und deutlich. Wo Menschen in Not sind, muss geholfen werden. Wo Menschen in Not sind, ist es wichtig, sie nicht nur zu vertrösten, sondern ihnen eine Lebensperspektive zu eröffnen. So heißt es beim Propheten Jesaja: „Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut!“ (Jesaja 58, 7) Das sogenannte christliche Europa entzieht sich im Moment dieser konkreten Verantwortung. Hilfe ist immer konkret, sonst ist es keine Hilfe. Insofern ist es ein Lichtblick in dieser bedrückenden Situation, dass manche Kommunen und Bundesländer und manche nichtstaatlichen Organisationen aus der Zivilgesellschaft Hilfen und Unterstützung für die Geflüchteten auf Lesbos einfordern und praktizieren. Das reicht zwar im Moment nicht aus, aber es eröffnet eine Perspektive für die Menschen, die sofortige Hilfe benötigen.

Pastor Helmut Kirst

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Impuls für den 14. September 2020

Wohin soll die Reise gehen?

Kennen Sie das? Sie bekommen einen Brief, vielleicht sogar aus dem Ausland, und die Briefmarke sieht so schön bunt und geheimnisvoll aus, geradezu exotisch. Sofort entstehen in Ihrem Kopf Geschichten, scheinbar erzählt von einer Briefmarke. Wie gerne würde ich mich selbst mit Briefmarken auf Reisen begeben. Weg. Weit weg. Mit viel Abstand zum Hier und Jetzt.

Aber wohin? 

Ich kann es hier gerade nicht gut aushalten und frage mich, ob es eigentlich noch Orte gibt, die politisch nicht so dermaßen aufgeladen sind. Im Moment erzwingt vieles von uns politische Haltung, Haltung und Verhalten. Alles steht auf dem Prüfstand, wie wir schreiben und sprechen, welche Autos wir fahren, wie wir essen und trinken, welche Bücher wir lesen. Die Politisierung greift um sich und erfasst auch diejenigen, die sich bisher für unpolitisch gehalten haben.

Und dann will ich weg?

Ja! Gerade, weil mir diese Dringlichkeit Angst macht: Werde ich dem politischen Anspruch gerecht? Verstehe ich genug davon, um mitzureden? Was habe ich als Einzelne denn schon zu sagen? Und vor allem: Was kann ich schon ausrichten?

Aber verharren will ich in dieser Angst nicht. Sie lähmt mich und lässt mich von fernen Orten träumen, unproblematischen Orten, Orte, deren Namen alleine uns schon die pure Idylle verheißen. Aber diese Orte gibt es nicht. Ich werde hier gebraucht. Jede und jeder von uns! 

Pastorin Maria Gutjahr

 

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Impuls für den 12. September 2020

Im Stadtteil fällt mein Blick auf ein abgeblättertes Vogelhaus. Ich denke an meine Lust, jetzt im Herbst „Nestbau“ zu betreiben. Hier und da habe ich eine Idee zum „schöner Wohnen“: Eine neue Kuscheldecke für das Sofa, gute Teesorten, die Feuerstelle wieder bereiten und vielleicht ein neues Bild aufhängen mit Farben des Frühlings oder Sommers. Erinnerungen anwärmen, die ich mitnehmen möchte in die kälter werdende Zeit und die kürzer werdenden Tage. Ich habe Lust, gut gestärkt und ummantelt in das länger werdende Dunkel hinein zu gehen und mich heiter, leicht und warm zu halten.

Ich sehe auf das abgeblätterte Vogelhaus. Ich muss an diesen Satz aus der Bibel über Jesus denken: „...die Vögel haben ihre Nester, der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann.“ Wie konsequent Gott bei den Menschen bleibt, im Kontakt. Nicht an den Dingen festklebt. Ein Gott und Menschenfreund, der immer „im Jetzt“ bei den Leuten ist. Mitgeht.

Die „Jesus Alternative“ erinnert mich auf gute Weise daran, reale oder gesellschaftliche Kälte nicht (nur) mit Nest-Rückzug zu beantworten. Die Familie als Sinnstiftung, den Stadtteil, das Lieblingscafé, das Volk, die Heimat als Bezugspunkt nicht über zu bewerten.

 

Die „Jesus Alternative“ erinnert mich: „Im Jetzt“ leben kann heißen, in der Liebe Gottes umhüllt sein. Getragen und gesegnet Ambivalenzen aushalten und hindurch schwimmen. "Liebe, die du mich zum Bilde deiner Gottheit hast gemacht, Liebe dir ergeb‘ ich mich“ sagt ein Gesangbuchlied.

Lächelnd blicke ich auf das abgeblätterte Vogelhäuschen zurück und bedanke mich für diese Erinnerung.

Pastorin Frauke Niejahr

 

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Impuls für den 11. September 2020

Die nebenstehende Foto-Text-Collage, die ich in einem Schaufenster in Ottensen gesehen habe, spricht für sich selbst. Mich hat sie an einen Satz Jesu aus der Bergpredigt erinnert: „Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge?“ (Matthäus 7, 3) Und das heißt: Wenn wir andere diskriminieren, dann fällt das auf uns zurück!

Pastor Helmut Kirst

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Impuls für den 10. September 2020

"Sehnsucht? Die großen Fragen sind immer die selben". Werden wir die

Klimakatastrophe noch stoppen können? Wer wird um mich weinen, wenn ich

sterbe? Kann die Liebe wirklich den Hass besiegen? Wie soll ich mir Gott

vorstellen?

Welche sind Deine "großen Fragen"?

 

Rossella Casonato, Pastorin

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Impuls für den 9. September 2020

Beste Tauflocation zu Corona-Zeiten: „Alter Schwede“/Elbstrand

Wir dürfen unsere Vorstellungen und Bilder bewegen, umbauen, neu formen.

Unsere Bilder von Kirche, von Gottesdienst, von Taufe, von den Orten, an denen sich Kirche zeigt, an denen wir religiös handeln.

„Kirche muss an die frische Luft. Und frische Luft muss an die Kirche.“ Das sagte mir neulich eine Ehrenamtliche.

JA! Wo kann ich unterschreiben? Aus vollem Herzen kann ich in dieses Gefühl einstimmen.

Wie berührend es war, als sich die Taufschale mit jedem Schluck Elbwasser auch mit einem Segenswunsch für die Täuflinge füllte. Alle haben beigetragen, Herzenswünsche gesagt, ganz unbefangen unter freiem und stürmischem Hamburg-Himmel.

Ich bin gespannt, was die frische Luft, an die wir vor Aerosolthemen fliehen, uns noch so in die Kirche pustet!?!

Nina Schumann, Pastorin

 

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Impuls für den 8. September 2020

Kirche und Kunst

Ausstellungseröffnung mit Bildern des Hamburger Künstlers Robert Hoffmann in der Christuskirche Eimsbüttel

Nach den Monaten des Corona bedingten Lockdown findet in der Christuskirche in Hamburg-Eimsbüttel erstmals wieder eine Ausstellung statt. Unter dem Motto „Glaubenswege“ werden Werke des Hamburger Künstlers Robert Hoffmann gezeigt, in denen er in Anlehnung an biblische Motive Aspekte und Dimensionen des Glaubens in unserer Zeit auslotet.

Die Bilder werden in den Bögen zwischen den Säulen und im Altarbereich der Christuskirche hängen. Sie beschreiben einen inneren und äußeren Weg in der Frage der Bedeutung des Glaubens für unser Leben und fordern zum Dialog auf. Hoffmann setzt in seinen Objekten Wörter, Schriften und Zeichen unserer Religions- und Kulturgeschichte ein und stellt sie in neue Zusammenhänge.

Die Bilder, Ergebnisse eines spannenden kreativen Prozesses, werden vom 17. September 2020 bis zum 21. Oktober 2020 während der Öffnungszeiten der Christuskirche in Hamburg-Eimsbüttel zu sehen sein.

Interessierte sind herzlich eingeladen zur Ausstellungseröffnung am Donnerstag, dem 17. September um 19:00 Uhr in der Christuskirche in Hamburg-Eimsbüttel.

Pastor Helmut Kirst

Foto: Kerstin Lakeberg

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Impuls für den 7. September 2020

„Wie lange wollen wir noch dabei zuschauen, welche dramatischen und existenzbedrohenden Folgen unterbrochene Lieferketten für die Menschen haben, die vom reichen Westeuropa aus gesehen an deren anderen Ende, an ihrem Anfang leben und arbeiten? Ich mache mich deshalb persönlich und zusammen mit unserer Kirchenleitung stark für ein Lieferkettengesetz und appelliere an die Abgeordneten des Bundestages und die Bundesländer im Bereich unserer Nordkirche, sich für einen entsprechenden Gesetzesentwurf einzusetzen. Wir alle, nicht nur die Armen dieser Erde, brauchen ein solches Gesetz - um unser aller Menschlichkeit Willen.“

Aus einer Predigt von Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt

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Impuls für den 5. September 2020

"Halt an, wo läufst du hin, der Himmel ist in dir. Suchst du Gott

anderswo, du fehlst ihn für und für." (Angelus Silesius)

 

Helge Burggrabe kommentiert diese Aussage mit den folgenden Worten: "In

der Stille können wir innehalten und merken, dass wir an den großen

Lebensstrom immer angebunden bleiben."

 

Pastor Helmut Kirst

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Impuls für den 4. September 2020

»Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren

sind Schlüssel aller Kreaturen

wenn die, so singen oder küssen,

mehr als die Tiefgelehrten wissen,

wenn sich die Welt ins freie Leben

und in die Welt wird zurückbegeben,

wenn dann sich wieder Licht und Schatten

zu echter Klarheit werden gatten

und man in Märchen und Gedichten

erkennt die wahren Weltgeschichten,

dann fliegt von einem geheimen Wort

das ganze verkehrte Wesen fort.«

[Novalis]

 

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Impuls für den 3. September 2020

»Manchmal ist meine Angst riesengroß, weiß nicht, wie werd’ ich sie wieder los. Wer hört meine Klagen und wer wird mir sagen, mit freundlichem Gesicht: Fürchte dich nicht!«

Mir sagte das letztens ein Mülleimer bzw. ein Aufkleber auf einem Mülleimer. Und ich fand es irgendwie tröstlich, als ich das las.

Ja, wer sagt uns solche Worte heute eigentlich noch? Momentan gibt es nämlich einiges, was mich zum Fürchten bringt. Menschen, wie du und ich, die mit Nazis auf die Straße gehen und ihre Demonstrationsfreiheit nutzen, um für Freiheit zu demonstrieren, Menschen, wie du und ich, die im Namen der Gesundheit fordern, Erfordernisse der Gesundheit abzuschaffen, Menschen wie du und ich, die im Namen der Wahrheit verlangen, alternative Wahrheiten zuzulassen, Menschen, wie du und ich, die mit der Demokratie im Rücken, der Demokratie zu Leibe rücken.

Ich fürchte unsichtbare Viren, die eine ganze Welt in Atem halten und vielen den Atem nehmen.

Ich fürchte eine Gesellschaft, die mit der Systemrelevanz Systemirrelevanz produziert und Bildung, Kunst und Kirche marginalisiert.

Ich fürchte ... Noch mehr als alles andere fürchte ich die Furcht und was sie mit uns macht.

 

Was lässt Sie fürchten?

Wo sind die freundlichen Gesichter, die unserer Furcht den Wind aus den Segeln nehmen?

Es sollte doch mehr geben als Aufkleber auf Mülleimern, oder?

| Pastorin Maria Gutjahr

 

 

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Impuls für den 2. September 2020

Zweite Haut?

Jetzt ist der Spätsommer unwiderruflich da. Schön war´s lange so ganz ohne Jacke – ohne weitere Haut und Schutzschild... Jetzt greife ich zur Übergangsjacke. Bei Gott, denke ich, brauche ich keine Schutzhülle, keine zweite Haut. „Unter dem Schatten deiner Flügel...“ kann ich gut sein .... so sagen alte Worte von Betenden. Da kommt ein Platzregen und ich stelle mich kurz unter. Ich muss schmunzeln.

Pastorin Frauke Niejahr

(Foto: Thomas Hirsch-Hüffel)

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Impuls für den 1. September 2020

Was ist die Geschichte der Menschen? Es gibt die Weltgeschichte, mit Ereignissen, die sehr viele Menschen, ja Nationen betroffen haben. Am 1. September 1939 begann, mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen, der Zweite Weltkrieg. Der Beginn eines barbarischen Krieges, der unfassbares Leid über Millionen von Menschen gebracht hat. Daher soll heute ein Tag der Trauer und des Gedenkens sein. Es gibt aber auch die kleinere, private Geschichte der Menschen. Zum Beispiel: Die Geschichte einer Frau und eines Mannes, die sich ineinander verliebt, verlobt und am 1. September 1963 vor Gott und der Gemeinde das JA-Wort gegeben haben. An jenem 1. September ist sicherlich nicht Weltgeschichte geschrieben worden. Aber meine Geschichte und die meines Bruders, die Geschichte meiner und seiner Kinder hat an jenem Tag einen Anfang gehabt. Dafür bin ich sehr dankbar.

Rossella Casonato, Pastorin

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Impuls für den 31. August 2020

Wo und wie sind wir politisch auf christliche Weise?

Die Klingel an der Tür des Jugendberatungszentrums summt. „Hallo. Schön, dass Du da bist! Was brauchst Du?“

Diese kurzen Sätze, die bringen es auf den Punkt. Finde ich. Bringen auf den Punkt, was im Leben zählt. Bringen auf den Punkt, was Jesus von Nazareth uns vorgelebt hat und wir weiterleben dürfen. Bringen auf den Punkt, was christliche Haltung ist, woran sich christliche Ethik ausrichtet. An der Bedürfnis-Gerechtigkeit.

Häufiger geht es im Leitungsgremium unserer Kirchengemeinde um die Frage: Wo sind wir politisch? Wie sind wir politisch auf christliche Weise?

Hier sind wir es. An der Tür und in den Räumen des Jugendberatungszentrums Apostelkirche. Jeden Wochentag. Mehrmals. Und immer ganz konkret. Und ganz urchristlich.

Vielen Dank, lieber Arne, für 18 Jahre wertvolle christlich-politische ganz konkrete Jugendsozialarbeit! (auf dem Foto rechts stehend)

Nina Schumann, Pastorin

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Impuls für den 29. August 2020

In den vergangenen Monaten ist vieles ins Wanken geraten. Wenn bisherige Selbstverständlichkeiten auf einmal nicht mehr selbstverständlich sind, zwingt das zum Nachdenken darüber, welche Kriterien immer gelten, welche infrage gestellt werden müssen. Das trifft auch stark die Kirchen mit ihren gemeindlichen Angeboten. Gerade in diesen Tagen werden die Bestimmungen über das, was Corona-bedingt erlaubt ist und was nicht, in einigen Bereichen wieder geändert. Dabei können wir beobachten, dass überall unterschiedliche Interessen eine Rolle spielen. Dass der Bundesgesundheitsminister aus einer anderen Perspektive auf das Geschehen sieht als der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt ist klar. Manchmal war erkennbar, dass sich Interessenvertreter*innen der Wirtschaft durchgesetzt haben.

Bei den Kirchen sehe ich durchaus noch Klärungsbedarf. Die Wahrnehmung, ob Kirche in den schwersten Corona-Zeiten ausreichend sichtbar war, ging weit auseinander. Die Diskussionen machten sich an den Gottesdiensten fest. Der EKD-Vorsitzende hat sofort und aktiv durch eigene Video-Beiträge das Gottesdienst-Verbot unterstützt und gerechtfertigt: Nächstenliebe zeigen, indem ich auf die Gottesdienstfeier verzichte. Andere, allerdings keine sehr große Gruppe, beharrte auf der Religionsfreiheit und wollte sogar mithilfe der Gerichte ihre Rechte einklagen. Die katholische Kirche hat im Laufe der Zeit das Gottesdienstverbot heftiger beklagt als die evangelische Kirche und auch staatlicherseits Regelungen eingefordert, die Gottesdienste wieder ermöglichen.

Ich wünsche mir, dass diese Umbruchzeit genutzt wird, über diese Fragen offen zu diskutieren: Haben wir, als starke Organisationen, wirklich genug getan, die Interessen unserer Kirchen, das Recht auf Religionsausübung, einzubringen. Mir scheint, dass wir z.B. von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften in dieser Hinsicht durchaus etwas lernen können: Mal als staatstragende Institution einen Schritt zurücktreten und die Interessen unserer Kirchenmitglieder und schwacher Menschen in unserer Gesellschaft vertreten und nicht nur auf die nächsten Beschlüsse zu warten und dann zu sehen, was erlaubt ist und was nicht.

Claudia Brand

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Impuls für den 28. August 2020

STOLPERN

In welche Spuren wir unsere Kinder wohl treten lassen, frage ich mich immer häufiger! Welches Bewusstsein bekommt meine Tochter beispielsweise für ihre Weiblichkeit mitgegeben? Wie kann ich ihr eine Weiblichkeit nahebringen, die entspannt und ausgewogen mit all ihren Facetten umgeht? Durch die Straßen Hamburgs schlendernd, entdeckte meine Tochter jene Darstellung, die man auf dem Bild sehen kann. Fest eingelassen in den Boden stolperte sie fast darüber und auch meine Wahrnehmung schien ins Stolpern zu geraten, denn mir war zunächst nicht klar, was ich da gesehen hatte. War es eine kleine künstlerische Darstellung, die mich sehr an Maria erinnerte oder war da noch etwas? Mein Denken spielt mir einen Streich, lässt mich weiterstolpern, indem es mir ein Bild anbietet, das an dieser Stelle nicht wirklich erwartbar, aber durchaus möglich war, die Jungfrau Maria. Lasse ich mich auf die Wahrnehmungssplitter ein, die mir die ursprünglichsten zu sein scheinen, muss ich allerdings sagen, dass ich wohl zuerst die Umrisse einer Vulva und erst dann eine Mariendarstellung gesehen habe.

Mein Stolperer gibt mir zu denken. Wie weit sind wir alle wirklich damit, Weiblichkeit ungefiltert leben und erleben zu können? Wir alle, ich, Sie, Kirche und Gesellschaft … Welche Weichen stellen wir für unsere Kinder, welche Stolpersteine werden wir einfach nicht los? Welche Räume können wir wirklich eröffnen, welche verteidigen und in welche trauen wir uns wirklich einzutreten? Es geht natürlich um unsere Kinder, aber nicht nur, sondern um uns alle, hier und jetzt!

Weil es mich wirklich interessiert: Was sehen Sie? 

Pastorin Maria Gutjahr

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Impuls für den 27. August 2020

Abendsonne wirft ein zauberhaftes Licht auf eine Kirche in Lissabon. Eigentlich bin ich hier, um gleich in der urigen Straßenbahn den Berg hinauf zu zockeln, aber das Licht auf den Säulen fasziniert mich.

Selten liegen die Säulen, die etwas tragen, so im Licht, denke ich. Was trägt mein Leben? Ich werde „meine Säulen“ mal in solchem Lichte betrachten. Wahrscheinlich finde ich das Bild, das entsteht, dann auch so wunderschön.

Pastorin Frauke Niejahr

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Impuls für den 26. August 2020

Gestern, wieder ein Tag mit vielen schlechten Nachrichten. Am späten Abend lese ich dann eine außerordentlich gute Nachricht: Der Kontinent Afrika ist Polio-frei! In allen 47 Ländern der Afrika-Region der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist der Wildtyp des Poliovirus ausgerottet. Dieses Virus ist der WHO zufolge erst das zweite Virus, das auf dem Kontinent ausgerottet wurde, nach den Pocken vor rund 40 Jahren. Nun bleiben ja auf dem afrikanischen Kontinent genug andere gravierende Probleme und auch Krankheiten, aber diese eine sind die Menschen dort endlich los. Iintsikelelo zeAfrika! Segen für Afrika!

Rossella Casonato, Pastorin

 

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Impuls für den 25. August 2020

Dieses schöne, sommerliche Geburtstagsfest im Freien habe ich als

Zaungast fotografiert. Seit längerem begleite ich geistlich und werde

auch selbst begleitet. Wenn ich anderen davon erzähle, kann es

passieren, dass sie etwas ratlos gucken (ich arbeite im Bereich der

Psychiatrie!), dass sie interessiert sind und nachfragen. "Du bist also

Geistheilierin?" war auch schon eine Assoziation. Geistliche Begleitung

geht mit, wenn eine oder einer eine*n geistliche*n Begleiter*in anfragt

und die zwei sich darauf einigen, sich regelmäßig zu treffen.

Ausgangspunkt ist eine spirituelle Sehnsucht oder Suche der Begleiteten.

Immer ist auch noch die dritte Kraft, Gott, das große Geheimnis dabei,

das sich zeigt und gleichzeitig im Verborgenen ist. Manches Lebensthema

kommt aus dem Unterbewussten ins Bewusstsein. Es kann angesehen und

eingeordnet werden und so das Leben tiefer und reicher machen. Das ist

ein heraus-fordernder, schöner und bereichernder Weg für Begleitete und

für Begleitende. Was das mit dem Bild vom Geburtstagsfest zu tun hat? In

der Geistlichen Begleitung können sich Erkenntnisse und ein Mehr an

Vertrauen in Gott* und das eigene Leben entwickeln. Das sind kleine oder

große und manchmal ziemlich lange Geburten. Und die können auch gefeiert

werden!

 

Ulrike Beese

 

 

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Impuls für den 24. August 2020

Die indonesische Schriftstellerin und Künstlerin Ahrahmaiani schreibt in ihren „Gedanken einer träumenden Nomadin“:

„Unsere chaotische, aggressive und gewalttätige Welt braucht stille und friedliche Oasen, nur dann kann das Leben sich fruchtbar fortentwickeln.“

Eine Einsicht und Erkenntnis, die sich auch in der christlichen Tradition findet. Das aktive Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung und Zeiten der Kontemplation und der Stille gehören zusammen und ergänzen einander.

Pastor Helmut Kirst

 

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Impuls für den 22. August 2020

In den letzten Tagen ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen gestiegen.

Parallel dazu steigt auch die Angst. Laut "ARD-DeutschlandTrend" äußern

34 Prozent der Bevölkerung sehr große oder große Sorgen, dass sie sich

selbst oder Familienmitglieder mit dem Corona-Virus infizieren könnten.

Am 6. August zeigten sich noch 28 Prozent beunruhigt. Angst vor einer

Gefahr zu haben, das ist menschlich und gelegentlich sogar

lebensrettend. Zugleich ist Angst bekanntlich kein guter Ratgeber. In

einem dauerhaften Angstzustand zu leben, das lässt sich nicht aushalten.

Was hilft mir, wenn ich Angst habe? Ich versuche, einer vertrauten

Person davon zu erzählen. Die Angst nicht in mir drin zu lassen, sondern

sie ans Licht zu bringen. Wenn ich Glück habe, ist dann jemand da, der

mir sagt: "Fürchte dich nicht!"

Pastorin Rossella Casonato

 

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Impuls für den 21. August 2020

Wer sind meine Lehrmeister*innen?

Von wem lerne ich?

Von wem will ich lernen?

Öfter überraschen mich Kinder mit ihrer Weisheit, ihrer Ehrlichkeit, ihrer Versöhnungsbereitschaft.

Gestern war das auch wieder so …

Und dann denke ich: Wie anders sähe die Welt aus, wenn wir uns öfter von ihnen überraschen ließen!?

 

Nina Schumann, Pastorin

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Impuls für den 20. August 2020

Auf einem der Werbe- und Nachrichtenbildschirme in der U-Bahn las ich diesen Satz: „Jeder Mensch hat es verdient, so zu leben, wie er möchte und nicht, wie andere es von ihm verlangen.“ Mich hat dieser Satz an einen Satz aus dem Galaterbrief des Apostels Paulus in der Bibel erinnert: „Zur Freiheit hat Christus uns befreit.“ In diesem Verständnis befähigt uns der christliche Glaube, Freiheit zu wagen. Nicht, was andere von uns erwarten, sondern was aus unserer Sicht gut und wichtig ist, zu tun. Dazu ermutigt uns der christliche Glaube.

Und zugleich ist wichtig, dass wir dabei unsere Mitmenschen im Blick behalten. Dort, wo wir anderen Menschen und Lebewesen Schaden zufügen, findet unsere Freiheit ihre Grenzen. Zur freien Lebensentfaltung werden wir ermutigt, aber auch dazu, unsere Freiheit verantwortet zu leben und das Wohl unserer Mitmenschen und Mitgeschöpfe im Blick zu haben.

Pastor Helmut Kirst

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Impuls für den 18. August 2020

»Wir gehen heute noch auf den Geisterspielplatz«, erzählte mir ein Kind voller Stolz nach der Familienkirche. Gerade erst erprobten die Kinder den Sprung in die Arme ihrer Eltern oder Großeltern. Die nächste Welt ist ein Spielplatz, bei dem man schon etwas Mut braucht. Und ich frage mich, woher Kinder diesen Mut wohl nehmen? Manche gehen lachend voran, andere schleichen eher zaghaft, vielleicht an der Hand von jemandem, der ihnen vertraut ist, hinterher. Wir singen: »Mit meinem Gott spring ich über Mauern, mit meinem Gott hab‘ ich Hoffnung und Mut.« Auch ich ziehe weiter und sehe an einem Stromkasten lustige und freundliche Geisterfiguren angesprüht und denke mir: »So einen Geist hätte ich auch gerne immer bei mir!«

Pastorin Maria Gutjahr

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Impuls für den 17. August 2020

An eine Freundin

 

Wenn für mich

alle Kerzen des Mutes

verlöschen,

dann bist

sicher du es,

die mir ein

Streichholz gibt,

um ein Hoffnungslicht

-wenigstens-

wieder entzünden

zu können.

(Kristiane Allert-Wybranietz)

Pastorin Rossella Casonato

 

 

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Impuls für den 15. August 2020

Eine Seefahrt, ...

… die ist lustig, weil der Wind mir um die Ohren pustet und das kühle Nass mir Abkühlung verspricht.

…die ist traurig und manchmal auch schön dabei, wenn es die letzte Fahrt aufs offene Etwas ist.

…die ist nicht ohne Überraschungen, weil selbst mit Koordinaten sich nicht alles planen lässt.

… die ist gefährlich, weil Losziehen immer auch ein Wagnis ist — so wie das Bleiben auch.

… die ist voller Hoffnung, vor allem für die Menschen, die heimatlos auf dem Wasser sind und auf Rettung hoffen.

… die ist schön, weil sie eine Pause vom Alltag verspricht.

 In diesem Sinne allen ein schönes Wochenende!

 Pastorin Maria Gutjahr

 

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Impuls für den 14. August 2020

Kirche, wo bist Du?

„Gerade jetzt muss doch Kirche da sein! Gerade jetzt muss sich Kirche doch zeigen!“

Ich höre das. Ich lese das. Mir erzählen Kolleg*innen, dass sie so angesprochen werden.

Ja! Denke ich und sage ich. Und Ja: Finde ich auch. Und Ja: Ist auch mein Verständnis von Kirche.

Und dann werde ich stumm.

Und dann suche ich.

Und dann taste ich nach Gedanken. Nach Worten. Nach Konzepten.

Und dann fühle ich:

Ich weiß doch auch nicht, wie das ersehnte und gewünschte und erbetene und eingeforderte „Dasein von Kirche“ jetzt am besten und verantwortlich und wirksam und gut geht!

Ich weiß doch auch nicht, wie Pandemie geht!

Ich fühle das doch auch alles das erste Mal. Ich habe doch auch kein fertiges Konzept.

Obwohl Kirche Pandemie- oder wenigstens Epidemie-Zeiten kennt. Und ich denke an das, was ich weiß über Pest-Zeiten.

Aber jetzt sind wir doch postmodern und alles ist anders. Und da ist es eben das erste Mal.

Und dann werde ich wieder stumm.

Und dann höre ich.

Und dann frage ich.

Und dann wünsche ich mir eine gemeinsame Suchbewegung. Wünsche mir einen Prozess, der uns verbindet in der Frage: „Wie können wir als Kirche in dieser Zeit da sein?“

Und ich höre. Ich höre gern zu.

Und ich taste, gedanklich. Und ich erlebe, wie andere in Gedanken tasten.

Und dann ist es unsere gemeinsame Frage: „Kirche, wo bist du?“ „Kirche, wie bist du?“ „Kirche, wie kannst du noch und anders und neu sein?“

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Impuls für den 13. August 2020

Die Hitze der Tage liegt über dem Beginn des Alltags. "Eis - Therapie“ wirbt ein Urlaubsbild, das ich mal gemacht habe. Ja, denke ich. In der Hitze etwas Kühles! Das tut gut. Kühlen Kopf bewahren. In den heißen Tagen, dann kann ich sie gut genießen. Kühlen Kopf bewahren denke ich mir auch für die steigenden Corona-Zahlen und nähe noch mal ein Set neue Masken und halte wieder konsequenter Abstand, wo die Lust, mit netten Menschen zusammenzurücken, schon wieder so groß wird. Kühlen Kopf bewahren dazu hilft mir auch eine Gebetszeit am Tag, die ich regelmäßig im Alltagsrhythmus haben kann. Und wie geht ihre „Gelato-Therapy“?!

Pastorin Frauke Niejahr

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Impuls für den 12. August 2020

Nach dem Besuch einer Kunstausstellung schaue ich mir die Fotos an, die ich gemacht habe. Auf einmal: was ist das?! Das Foto kommt nicht von mir! Zumindest nicht bewusst. Der Klassiker: aus Versehen habe ich den Auslöser betätigt und schon...
Schön schräg das Bild. Ich habe es nicht sofort gelöscht. Je öfters ich es mir angeschaut habe, umso mehr habe ich es lieb gewonnen. Eine neue, vorher nicht da gewesene Sicht der Dinge. Inspirierend, faszinierend, lehrreich. Ein Hoch auf das Schräge im Leben!!

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Impuls für den 11. August 2020

»Lass dich nicht unterkriegen: sei frech und wild und wunderbar!«

(Astrid Lindgren)

 

Sei frech, damit du beherzt und aufgeschlossen deinen Weg gehen kannst!

 

Sei wild, lass also zu, dass Denken Dir Spaß und Abenteuer wird.

 

Sei wunderbar, so wie Gott uns sieht und ohne Angst, du selbst zu sein.

 

Allen Anfängern — ob in der Schule, in Beruf oder für jeden neuen Tag — wünschen wir diesen Mut! 

 

| Pastorin Maria Gutjahr

 

 

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Impuls für den 10. August 2020

LEUCHTE

Leuchte Leuchturm: Gibst seit einer kleinen Ewigkeit dein Licht in die Dunkelheit. Gibst Orientierung, einfach weil du da bist und da bleibst. Bist unbekümmert und unhinterfragbar in deinem Dasein.
Oh, dein Leuchten gibt einen Schein des Glücks. Weit draußen auf dem Meer bist du zu sehen. Hast Leben gerettet mit deinem Licht. Wie viele Reisende sind an dir vorüber gezogen, wie vielen hast du zum Abschied gewunken? Wie viele Reisende hast du begrüßt mit deinem warmen Licht!?
Leuchte weiter und bringe Licht ins Dunkel!

Pastorin Maria Gutjahr

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Impuls für den 8. August 2020

Große Liebe, Sommer

Uns überfüllts. Wir ordnens.

Es zerfällt.

Wir ordnens neu und

zerfallen selbst.

(Rainer Maria Rilke)

 

Überfülle des Sommers: Wärme, Düfte, Licht, Meeresrauschen das alles erfüllt.

Eindrücke, die meine Seele bis an ihren Rand und darüber hinaus füllen.

Schon im Versuche des Ordnens spüre ich die Unfasslichkeit und lasse mich hineinnehmen in den neuen überfüllenden Eindruck.

Eine spirituelle Übung ist das für mich: Annehmen und Bescheiden werden mit den eigenen Konzepten. Mich offen halten für den andauernden Prozess und Fluss des Lebens.

Pastorin Nina Schumann

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Impuls für den 7. August 2020

Die Benediktinerin Sr. Johanna Domek schreibt: „Und nicht, dass wir um Wege wissen, wird uns weiterbringen, sondern dass wir uns auf sie einlassen.“

Die Klimakrise und die Corona-Pandemie haben viele Menschen nachdenklich gemacht. Vielen ist klar geworden, dass wir umdenken müssen, dass Veränderungen in unserer Lebensweise nötig sind. Aber dieser Erkenntnis, dieser Einsicht müssen auch Taten folgen. Worte allein reichen nicht, sondern ein neues und anderes Handeln ist nötig. Oder, wie es Johanna Domek sagt, es reicht nicht aus, die richtigen Wege zu erkennen, wir müssen auch bereit sein, sie zu gehen.

Pastor Helmut Kirst

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